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Ganz großes Kino auf der Weyherser Bühne
Im Stile der großen internationalen Filmpreisverleihungen feierte der TSV Weyhers/Ebersberg seine diesjährigen Faschingssitzungen unter dem Motto „Weyherser Movie Night“. Die Zuschauer im zuletzt wieder einmal ausverkauften Bürgerhaus amüsierten sich während des 14 Punkte umfassenden Programms prächtig und spendeten den rund 100 Aktiven regelmäßig tosenden Applaus. Dabei sorgten erprobte Karnevalisten als auch der Nachwuchs mit seinen frischen Darbietungen für eine überragende Stimmung und einen abwechslungsreichen Abend.
Wie bei einer großen Gala üblich, wurden die Gäste im Foyer des Dorfgemeinschaftshauses durch die Tänzer des Männerballetts empfangen und genossen einen Begrüßungssekt auf Kosten des Vereins. Zum Auftakt des Abends lud das Weyherser Mundwerk. In bewährter Tradition boten die neun Sängerinnen und Sänger unter musikalischer Leitung von Elke und Christian Müller eine beeindruckende Live-Performance. Der Weyherser Karneval ist berühmt für seine Tanzdarbietungen der Jazztanz-Abteilung. Den Auftakt machten in diesem Jahr die Jazzkids unter Leitung von Carolin Göpfert, Ann-Kathrin Göbel und Alexandra Riediger mit ihrem Tanz „Zahlen“. Die jüngsten Sportlerinnen ernteten Jubelstürme und zahlreiche Zugabe-Rufe. Ihre Feuertaufe auf der Weyherser Fastnachtsbühne feierten Niklas Göbel und Marius Heurich in ihrem Sketch Workaholic. Sie sorgten damit beim Publikum für kurzweilige Unterhaltung und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Mittlerweile schon bekannt ist Viktor Klüber für seine stets imposante Heinz Becker-Persiflage. Als grantiger Eigenbrötler räsonierte der 29-Jährige dabei über Gott und die Welt, ließ kein gutes Haar an den Mächtigen und Reichen und auch der eine oder andere Weyherser bekam sein Fett weg. Einen „Hauch von Spanien“ verbreitete die zweite Nachwuchsgruppe der Jazztänzerinnen. Die Formation Unecht unter Leitung von Uli Wehner, Karina Kirsch und Katja Volkmer zeigte ein herausragende Leistung und riss die Zuschauer zu Beifallsstürmen hin. Steffy Fladung und Michaela Becker spielten im darauf folgenden Sketch einen Fernsehabend, der von den Gästen mit gebührendem Applaus bedacht wurde. Vor der Pause stand das Paar mit der größten Erfahrung in der Weyherser Bütt. Genau genommen ist es nur Holger Kress, der als einer der schrägen Vögel seine Puppe tanzen lässt. Martin Herber lieh hinter der Bühne am Mikrofon stehend dem kauzigen Raben wieder einmal seine unverwechselbare Stimme. Beide zogen in ihrem Beitrag das Dorfgeschehen durch den Kakao.
Nach dem Einmarsch befreundeter Gastgruppen und einer kurzen Pause war es wieder die Sängergruppe Weyherser Mundwerk, die den zweiten Teil des Programms eröffnete. Darauf gab der Weyherser Pfarrer Markus Schmitt seinen Einstand in der Bütt. Schmitt, der in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Pfarrer Jörg-Stefan Schütz treten muss, schlug sich wacker und bereicherte das Programm mit einer Vielzahl von launigen Gags und amüsanten Begebenheiten. Die in der Vergangenheit schon oftmals ausgezeichneten Sugar Foot Steps unter Leitung unterstrichen mit ihrem Tanz Yabba dabba Dooh ihr großes Können. Die 14 Damen sorgten mit eindrucksvollen Schrittkombinationen und spektakulären Hebefiguren für Hochstimmung bei den Gästen. Nachdem Niklas Göbel und Marius Heurich mit ihrem Lambada einen weiteren Sketch auf die Bühne gebracht hatten, heizte das Männerballett dem Saal richtig ein. Ihre Interpretation Strauß Kahn war das Highlight des Abends. Nicht nur die Besucherinnen honorierten die gelungene Darbietung mit stehenden Ovationen und langem Applaus. Den Abschluss Programms bildete traditionell die überwältigende Show unter dem Motto des Abends. Fast 20 Aktive zauberten einmal mehr eine mitreißende Geschichte auf die Bühne, gespickt mit bekannten Melodien und witzigen Dialogen. Sowohl die tänzerische als auch die schauspielerische Leistung waren dabei überragend und bildeten einen würdigen Abschluss eines erneut grandiosen Spektakels.
maz
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